004 // 1. Preis // Wettbewerb „Umbau und Erweiterung Schulzentrum Norderstedt“ // Norderstedt // DE

ort: Norderstedt // DE
projektteam: Thomas Rodemeier, Evelien Rodemeier, Maurits van Ardenne 
kollaborationen
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landschaft: Treibhaus Hamburg Landschaftsarchitectur // DE
statik: Schnetzer Puskas Ingenieure // CH
brandschutz: Mueller BBM // DE
nachhaltigkeit: agradblue // DE
bauherr: Stadt Norderstedt // DE
beauftragung: 1.Preis im offenen Realisierungswettbewerb
umfang: 3 850 m2 neu + rennovierung tbd.
status: beauftragt
geplante fertigsstellung: 2024/25

 

Konzept

Die Leitidee des Entwurfs basiert auf dem Gedanken eines kompakten, effizienten und im Inneren doch großzügigen, lichtdurchfluteten Gebäudes mit einer Vielzahl diverser formeller und informeller Arbeits-, Lern- und Begegnungsräumen. Die städtebauliche Setzung des Neubaus ist eine logische Konsequenz aus der geplanten Umstrukturierung des Bestandes: Der neu in Gebäudemitte geplante Haupteingang verlegt den Schwerpunkt des Geschehens ins Zentrum. Die gegenüberliegend geplanten Eingänge definieren eine neue zentrale Plaza und verkürzen so auch die Wegstrecken zwischen den einzelnen Gebäuden. Durch die Ablösung vom Bestand wird dem bestehenden Gedanken des fließenden Außenraumes weiterhin Rechnung getragen.

Situation

Der Schulcampus wird ausgehend von seinem heutigen Charakter als heterogener, grüner Schulcampus weiterentwickelt. Die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Schulbereichen sind unscharf und werden eher durch die Nutzung der Schüler als durch räumliche Elemente gebildet. Die Schulgebäude werden eingebettet in eine heterogene, topografisch bewegte Bildungs- und Pausenlandschaft.

Vertikale Funktionsbereiche 

Entsprechend dem Konzept für die Umstrukturierung des Bestandbaus befinden sich im Erdgeschoss die gemischt genutzten Fachklassen. Hier werden alle „aktiveren“ Nutzungen wie Kunst, Technik, Medien angesiedelt. Eine möglichst transparente Gestaltung der Klassenlokale soll die kreative Geschäftigkeit auch optisch vermitteln.

Horizontale Funnktionsbereiche

Als Neuinterpretation des Kasseler-Modells mit zentraler Achse und anschließenden Innenhöfen bildet der Neubau ebenfalls eine zentrale Zone mit dem Atrium. Im Foyer bildet die multifunktional bespielbare Treppe ein zentrales Element, welches soziale Interaktion auch über die Geschosse hinweg stimuliert. Auf den Obergeschossen befinden sich um das Atrium herum die informelleren Nutzungen wie individuelle Lernbereiche, Gruppenarbeitsplätze und Differenzierungsräume. Um diese „öffentliche Straße“ werden die Klassenräume organisiert. Die umlaufenden Balkone bieten neben der Funktion als Fluchtweg auch eine besondere Nutzungsqualität für die Schüler und Lehrer.

 

Lernlandschaft

Das gesamte Geschoss wird als eine durchgehende Lernlandschaft mit unterschiedlichsten Bereichen für individuelles und gemeinschaftliches Lernen verstanden und ermöglicht so das volle Spektrum verschiedenster Lernszenarien. Die Oberstufenbibliothek bildet eine markante Ausnahme als Rückzugsort für konzentriertes Lernen.